Informationen zum Berufsorientierungsprogramm BvBO 2.0

Deutscher Gewerkschaftsbund

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Deutscher Gewerkschaftsbund
(DGB)
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Zweck: Gewerkschaftsbund
Vorsitz: Reiner Hoffmann
Gründungsdatum: 12. Oktober 1949
Mitgliederzahl: 5.995.437 (2017)
in 8 Gewerkschaften
Sitz: Berlin
Website: www.dgb.de

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ist die größte Dachorganisation von Einzelgewerkschaften in Deutschland. Ihm gehören acht Mitgliedsgewerkschaften mit rund sechs Millionen Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern in der Bundesrepublik Deutschland an. Diese decken alle Branchen und Wirtschaftsbereiche ab. Es gibt jedoch auch Gewerkschaften, die nicht zum DGB gehören (siehe Liste von Gewerkschaften in Deutschland). Der Vorstand des DGB hat seinen Sitz in Berlin.

Die Gewerkschaft ist von Anfang an dem Prinzip der Einheitsgewerkschaft verpflichtet.

Der DGB arbeitet auf internationaler Ebene im Europäischen Gewerkschaftsbund (EGB) und im Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB) mit und vertritt die deutsche Gewerkschaftsbewegung bei internationalen Institutionen wie der EU und der UNO.

Geschichte

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Gedenktafel zur Gründung des Deutschen Gewerkschaftsbundes im Deutschen Museum

Der DGB wurde am 12. Oktober 1949 in München gegründet. Damals verabschiedete der Bundeskongress der Gewerkschaften die „Satzung des DGB“, die zwischenzeitlich mehrmals geändert bzw. neu gefasst wurde.[1] Demnach ist der DGB eine „Vereinigung von Gewerkschaften“ mit Sitz in Berlin.

Vorläufer des DGB war der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund (ADGB).
In der DDR gab es den Freien Deutschen Gewerkschaftsbund (FDGB), welcher jedoch nicht mit dem DGB vergleichbar ist.
Von 1919 bis 1933 nannte sich der Dachverband der Christlichen Gewerkschaften (und anfangs auch der liberalen) DGB (heute CGB).

Bundeskongresse, Grundsatz- und Aktionsprogramme[2]

  • 12.–14. Oktober 1949: Der Gründungskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) für die Bundesrepublik Deutschland in München wählt Hans Böckler zum ersten Vorsitzenden. Die weltanschauliche Spaltung in Richtungsgewerkschaften wird durch die Einheitsgewerkschaft überwunden. Das „Parlament der Arbeit“, so die Bezeichnung und das Selbstverständnis dieses und der späteren DGB-Kongresse, beschließt wirtschafts- und sozialpolitische Leitsätze mit den Forderungen nach Sozialisierung der Schlüsselindustrien, Wirtschaftsplanung und Mitbestimmung
  • 16. Februar 1951: Hans Böckler stirbt. Nach seinem Tod wird Christian Fette vom außerordentlichen DGB-Kongress in Essen im Juni zum DGB-Vorsitzenden gewählt.
  • 13.–17. Oktober 1952: Der 2. ordentliche DGB-Bundeskongress wählt Walter Freitag, bisher Vorsitzender der IG Metall, zum DGB-Vorsitzenden.
  • 1. Mai 1955: Im Aktionsprogramm des DGB wird die vierzigstündige Fünf-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich gefordert. Eine populäre Kampagne mit dem Motto „Samstags gehört Vati mir“ unterstreicht ab 1956 das Anliegen.[3]
  • 1.–6. Oktober 1956: Der 4. ordentliche Bundeskongress des DGB wählt Willi Richter zum Vorsitzenden.
  • 22.–27. Oktober 1962: Der 6. ordentliche DGB-Bundeskongress in Hannover wählt Ludwig Rosenberg zum DGB-Vorsitzenden. Inhaltlich lehnte der DGB die Notstandsgesetze ab und entschied sich für Selbstbestimmung und Wiedervereinigung und gegen die Verletzung der Menschenrechte durch die DDR. Zudem wurde gleicher Lohn für Frauenarbeit gefordert. Im zweiten beamtenpolitischen Programm forderte der DGB die Anpassung der Beamtengesetzgebung an moderne Gegebenheiten.
  • 21.–22. November 1963: Der DGB beschließt auf seinem außerordentlichen Kongress in Düsseldorf ein neues Grundsatzprogramm, das die Sozialisierungsforderungen des Münchener Programms von 1949 abschwächt, aber nicht aufgibt.
  • 23. März 1965: Das Aktionsprogramm des DGB fordert unter anderem kürzere Arbeitszeit, ein 13. Monatsgehalt und vier Wochen Mindesturlaub.
  • 21. Mai 1969: Der 8. DGB-Kongress in München wählt Heinz Oskar Vetter zum neuen DGB-Vorsitzenden.
  • 25.–30. Juni 1972: Der 9. Kongress in Berlin verabschiedet ein Aktionsprogramm. „Forderung Nr. 1“ ist die Mitbestimmung.
  • Juni 1979: In einem Aktionsprogramm fordert der DGB die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen.
  • 12.–14. März 1981: Der außerordentliche Bundeskongress des DGB verabschiedet in Düsseldorf ein neues Grundsatzprogramm, das die Forderungen des Programms von 1963 vor allem in der Friedens- und der Umweltpolitik ergänzt.
  • Oktober 1988: Der DGB beschließt ein Aktionsprogramm für Beschäftigungspolitik und Vollbeschäftigung.
  • 20.–26. Mai 1990: Der 14. ordentliche DGB-Bundeskongress in Hamburg wählt Heinz-Werner Meyer, den Vorsitzenden der IG Bergbau und Energie, zum Nachfolger Ernst Breits (seit 21. Mai 1982) im Amt des DGB-Bundesvorsitzenden.
  • 13.–17. Juni 1994: Der 15. ordentliche Bundeskongress des DGB wählt Dieter Schulte nach dem Tod Heinz-Werner Meyers zum Vorsitzenden.
  • 12. Juli 1995: DGB-Programm zur Förderung der beruflichen Bildung. Allen Jugendlichen soll eine berufliche Ausbildung ermöglicht werden.
  • 13.–16. November 1996: Der DGB beschließt auf seinem außerordentlichen Bundeskongress in Dresden ein neues Grundsatzprogramm, das die sozial regulierte Marktwirtschaft zum Ziel erklärt[4] (s. u.).
  • 5. März 1997: Der DGB beschließt das Aktionsprogramm „Für Arbeit und soziale Gerechtigkeit“[5] (s. u.).
  • 27.–31. Mai 2002: Der 17. Ordentliche Bundeskongress des DGB wählt Michael Sommer zum Nachfolger von Dieter Schulte.
  • 22.–26. Mai 2006: 18. Ordentlicher Bundeskongress des DGB, Berlin – „Die Würde des Menschen ist unser Maßstab“[6] (s. u.)
  • 16.–20. Mai 2010: 19. Ordentliche Bundeskongress des DGB in Berlin – „Arbeit. Gerechtigkeit. Solidarität.“[7]
  • 11.–16. Mai 2014: 20. Ordentliche Bundeskongress des DGB in Berlin – „Arbeit. Gerechtigkeit. Solidarität.“[8] Reiner Hoffmann wird zum Nachfolger von Michael Sommer gewählt.
  • 13.–17. Mai 2018: 21. Ordentliche Bundeskongress des DGB in Berlin – „SOLIDARITÄT_VIELFALT_GERECHTIGKEIT“

Am 14. und 15. Mai 2009 veranstaltete der DGB einen „Kapitalismuskongress“,[9] in dem er sich mit der aktuellen Weltwirtschaftskrise auseinandersetzte.

Fusionen von Mitgliedsgewerkschaften

Bei Gründung des DGB 1949 hatte dieser insgesamt 16 Mitgliedsgewerkschaften. 1972 gehörten dem DGB 6,98 Millionen Mitglieder an.

1978 schloss sich die Gewerkschaft der Polizei (GdP) als 17. Gewerkschaft dem DGB an. 1989 fusionierte die Gewerkschaft Kunst mit der IG Druck und Papier, so dass sich die Mitgliederzahl wieder auf 16 reduzierte. 1996 fusionierten die IG Bau-Steine-Erden und die Gewerkschaft Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft zur IG Bauen-Agrar-Umwelt (BAU), so dass es 15 Mitglieder waren. 1997 fusionierten die IG Bergbau und Energie (IG BE), die IG Chemie, Papier, Keramik (IG Chemie) und die Gewerkschaft Leder zur IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), damit waren es noch 13 Mitglieder. 1998 bzw. 2000 gingen die Gewerkschaft Holz und Kunststoff und die Gewerkschaft Textil-Bekleidung in der IG Metall auf. Somit gab es noch elf Mitglieder, und 2001 fusionierten vier Mitgliedsgewerkschaften (Deutsche Postgewerkschaft (DPG), Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV), Handel, Banken und Versicherungen (HBV) und IG Medien – Druck und Papier, Publizistik und Kunst (IG Medien)) des DGB unter Einbeziehung der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft (DAG), die nicht Mitglied im DGB war, zur neuen Gewerkschaft ver.di. Somit gibt es seit März 2001 nur noch acht Mitgliedsgewerkschaften im DGB.
Am 30. November 2010 vereinigten sich Transnet und die GDBA (die aber kein Mitglied des DGB war) zur Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Die Zahl der Mitgliedsgewerkschaften blieb somit konstant.

Mitgliederzahlen

Nachdem die Mitgliedszahlen der im DGB vertretenen Gewerkschaften nach der Wiedervereinigung 1990 von fast 7,94 Mio. sprunghaft auf über 11,8 Mio. gestiegen waren, ist seit 1991 ein kontinuierlicher Abwärtstrend zu beobachten. Ende 2017 zählte der DGB weniger als 6 Millionen Mitglieder (Stichtag 31. Dezember 2017).[10] Dies ist der tiefste Stand seit 1951.[11] Eine Mitgliederstärke von 6 Millionen Mitgliedern oder weniger hatte der DGB zuletzt lediglich in seiner Anfangsphase, der Frühphase des deutschen “Wirtschaftswunders” von 1950 bis 1955. Damals stieg die Anzahl der Mitglieder nach der Gründung 1949 langsam von 5,4 auf 6,1 Millionen an.

Das Grundsatzprogramm von 1996

Das auf dem 5. außerordentlichen Bundeskongress vom 13. bis 16. November 1996 in Dresden beschlossene Grundsatzprogramm ist überschrieben mit „Die Zukunft gestalten“ und gliedert sich in die folgenden Kapitel und Abschnitte:[4]

  • Unsere Zukunft – Aufforderung zur Mitarbeit
  • I. Zukunft der Arbeit
1. Arbeit schaffen und Arbeit teilen
2. Wandel der Arbeit
3. Wir wollen die Arbeit der Zukunft gestalten
4. Gestalten durch rechtliche Absicherung und Tarifvertrag
5. Beteiligung und Mitbestimmung ausbauen
  • II. Gestaltung der Ökonomie
1. Vollbeschäftigung verwirklichen
2. Ökologisch wachsen und umsteuern
3. Mehr soziale Gerechtigkeit verwirklichen
4. Gleichwertige Lebensbedingungen in den Regionen schaffen
5. Markt und Staat, Mitbestimmung und Gestaltung
6. Für eine gerechte Weltwirtschaftsordnung
  • III. Den Sozialstaat durch Reformen sichern
1. Öffentliche Dienste und Lebensqualität gehören zusammen
2. Das soziale Sicherungssystem durch Reformen festigen und erneuern
  • IV. Anforderungen an unsere demokratische Gesellschaft
1. Politische Freiheitsrechte erweitern
2. Menschenrechte, Frieden und Abrüstung
3. Kulturelle Vielfalt und demokratische Medien fördern
4. Bildung ist der Schlüssel zur Zukunft
  • V. Die Zukunft der Gewerkschaften
1. Vielfalt in der Einheit verwirklichen
2. Kompetenz und Beteiligung ausbauen
3. Organisationskultur erneuern
4. Die Zukunft gewerkschaftlicher Interessenvertretung in Europa

Das Aktionsprogramm von 1997

Das am 5. März 1997 beschlossene Aktionsprogramm ist überschrieben mit „Für Arbeit und soziale Gerechtigkeit“ und gliedert sich in die folgenden Kapitel und Abschnitte:[5]

  • I. Arbeit schaffen – Arbeit teilen
1. Soziale und ökologische Reformen durchsetzen
2. Arbeitszeit verkürzen und mehr Zeitsouveränität schaffen
3. Aus- und Weiterbildung sichern und modernisieren
4. Öffentlich geförderte Beschäftigung durch aktive
  • II. Soziale Gerechtigkeit herstellen
5. Soziale Sicherungssysteme stabilisieren – gesetzliche Lohnnebenkosten senken
6. Die Alterssicherung reformieren
7. Eine sozial gerechte Steuerreform verwirklichen
  • III. Tarifautonomie verteidigen – Arbeitnehmerrechte stärken
8. Flächentarifverträge erhalten und reformieren
9. Arbeitnehmerrechte sichern und stärken
  • IV. Die Europäische Einheit sozial gestalten
  • V. Unser Weg

18. Ordentlicher Bundeskongress 22.–26. Mai 2006

Der 18. Ordentliche Bundeskongress des DGB fand vom 22. bis 26. Mai 2006 in Berlin statt.
Er wählte

  • als Vorsitzenden Michael Sommer (mit 298 von 380 abgegebenen Stimmen)
  • als Stellvertretende Vorsitzende Ingrid Sehrbrock (mit 212 von 373 abgegebenen Stimmen)
  • als weitere Mitglieder des Geschäftsführenden Bundesvorstands:
– Annelie Buntenbach (309 Stimmen, abgegeben: 384)
– Dietmar Hexel (273 Stimmen, abgegeben: 384)
– Claus Matecki (zweiter Wahlgang: 218 Stimmen, abgegeben: 348)[12]

Der Kongress verabschiedete 137 Anträge zur DGB-Satzung sowie zu gesellschafts- und gewerkschaftspolitischen Themen,[13] darunter den „Leitantrag 1“ des Bundesvorstands „Die Würde des Menschen ist unser Maßstab“.[14] Darin heißt es u. a.:

„Die Würde des Menschen ist untrennbar verknüpft mit den Möglichkeiten des Einzelnen, als selbständiges Individuum am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben teil zu haben. Ohne soziale Gerechtigkeit allerdings gibt es weder Freiheit noch Würde. Würde und Freiheit stellen jedoch in unserer Gesellschaft keine selbstverständlichen Güter mehr dar. Sie werden von einer zunehmenden wirtschaftlichen Deregulierung und Flexibilisierung bedroht.
Die Offenheit der Märkte und die Geschwindigkeit von Transaktionsprozessen erlaubt es internationalen Konzernen und Finanzinstituten frei von demokratischer Kontrolle Entscheidungen zu treffen, die für Volkswirtschaften, einzelne Unternehmen und Beschäftigte folgenschwer sind. Diese weltweite Entfesselung der Märkte übt auf die Sozialstaaten und damit auf deren Sozialstandards einen enormen Wettbewerbsdruck aus.
Soziale Gerechtigkeit als Voraussetzung für ein Leben in Würde und als Leitidee einer sozialstaatlich verfassten Demokratie bedeutet daher gegenwärtig und zukünftig,

  • die Anerkennung des Anspruchs von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auf gerechte Teilhabe an der Erarbeitung und der Verteilung des Wohlstands sowie ihrer Erwartungen an Selbst- und Mitbestimmung in Arbeitswelt und Gesellschaft;
  • den sozialen Schutz im Alter, vor Krankheit und vor Arbeitslosigkeit, damit die Menschen bei diesen existenziellen Risiken weiterhin im gesellschaftlichen Leben integriert bleiben und nicht ins soziale Abseits rutschen;
  • allen Menschen unabhängig von Status, Ausbildung und Einkommen der Eltern den Zugang zu Bildung und Ausbildung zu ermöglichen und lebensbegleitendes Lernen zu fördern. So können unabhängig von Status, Ausbildung und Einkommen der Eltern gesellschaftliche und soziale Gestaltungsmöglichkeiten genutzt werden;
  • durch eine gute Bildung den Einzelnen zu befähigen, den Wandel von Arbeitsmarkt, Wirtschaft und Gesellschaft mitzugestalten;
  • Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht, sozialer Herkunft oder kulturellem Hintergrund die Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Integration zu geben und vor sozialer Ausgrenzung zu bewahren;
  • durch Aufrechterhaltung der Inneren Sicherheit den sozialen Frieden zu gewährleisten.
Die deutschen Gewerkschaften treten für diese umfassende Gerechtigkeitsidee ein.“

Vorsitzende des DGB

Hauptsitz des DGB in Berlin

Alle Vorsitzenden waren oder sind Mitglied der SPD.

Organisation

Mitglieder in den DGB-Gewerkschaften 2017[15]
Gewerkschaft Frauen Männer Insgesamt
IG Bauen-Agrar-Umwelt IG BAU 67.069 26,35 % 187.456 73,65 % 254.525 4,25 %
IG Bergbau, Chemie, Energie IG BCE 137.012 21,49 % 500.611 78,51 % 637.623 10,64 %
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW 199.529 71,71 % 78.714 28,29 % 278.243 4,64 %
IG Metall IGM 406.893 17,98 % 1.855.768 82,02 % 2.262.661 37,74 %
Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten NGG 83.741 41,89 % 116.180 58,11 % 199.921 3,33 %
Gewerkschaft der Polizei GdP 46.032 24,86 % 139.121 75,14 % 185.153 3,09 %
Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG 41.204 21,69 % 148.771 78,31 % 189.975 3,17 %
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di 1.038.221 52,24 % 949.115 47,76 % 1.987.336 33,15 %
DGB gesamt DGB 2.019.701 33,69 % 3.975.736 66,31 % 5.995.437 100,00 %
DGB-Mitgliederstruktur 2017

Mitgliedsgewerkschaften des DGB mit ihren Sitzen

Organe des DGB

Die Organe des DGB sind:

  • Bundeskongress
  • Bundesausschuss
  • Bundesvorstand
  • Revisionskommission

Das höchste Organ ist der Bundeskongress, welcher alle vier Jahre tagt. Zwischen den Bundeskongressen nimmt der Bundesausschuss die Aufgaben wahr.

Höchster Repräsentant des DGB ist der Vorsitzende als Leiter eines mehrköpfigen „Vorstands“. Der geschäftsführende Bundesvorstand besteht aus Reiner Hoffmann (Vorsitzender), Elke Hannack (stellvertretende Vorsitzende), Annelie Buntenbach und Stefan Körzell.[16] Die Revisionskommission besteht aus drei Mitgliedern. Sie überwacht u. a. die Kassenführung und die Jahresabrechnung des Bundes und berichtet hierüber dem Bundeskongress bzw. Bundesausschuss.

Bezirke und Regionen

Bezirke des DGB

Der DGB ist in neun Bezirke und 59 Regionen[17] gegliedert.

Die Bezirke und Regionen sind:

  • Baden-Württemberg
    Regionen: Nordbaden, Nordwürttemberg, Südbaden, Süd-Württemberg
  • Bayern
    Regionen: Mittelfranken, München, Niederbayern, Oberbayern, Oberfranken, Oberpfalz, Schwaben, Unterfranken
  • Berlin – Brandenburg
    Regionen: Berlin, Ostbrandenburg, Westbrandenburg, Südbrandenburg/Lausitz
  • Hessen – Thüringen
    Regionen: Frankfurt-Rhein-Main, Südosthessen, Mittelhessen, Thüringen, Nordhessen, Südhessen
  • Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt
    Regionen: Bremen-Elbe-Weser, Halle-Dessau, Altmark-Börde-Harz, Niedersachsen-Mitte, NordOstNiedersachsen, Oldenburg-Ostfriesland, Osnabrück-Emsland, SüdOstNiedersachsen, Südniedersachsen-Harz
  • Nord (Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern)
    Regionen: Hamburg, Kern, Ost-Mecklenburg-Vorpommern, Rostock-Schwerin, Schleswig-Holstein-Nordwest, Schleswig-Holstein-Südost, Vorpommern
  • Nordrhein-Westfalen
    Regionen: Düsseldorf-Bergisch Land, Emscher-Lippe, Köln-Bonn, Mülheim-Essen-Oberhausen, Münsterland, Niederrhein, NRW Süd-West, Dortmund-Hellweg, Ostwestfalen-Lippe, Ruhr-Mark, Südwestfalen
  • Rheinland-Pfalz – Saarland
    Regionen: Koblenz, Rheinhessen-Nahe, Saar, Trier, Vorder- und Südpfalz, Westpfalz
  • Sachsen
    Regionen: Südwestsachsen, Dresden-Oberes Elbtal, Leipzig-Nordsachsen, Ostsachsen

§ 11 der DGB-Satzung enthält die Regelung zu den Bezirken und Regionen.[1]

DGB-Jugend

Die DGB-Jugend ist die Jugendorganisation des DGB.

DGB-Bildungsangebote

Gewerkschaftspresse

Die Gewerkschaftlichen Monatshefte waren von 1950 bis 2004 das theoretische Diskussionsorgan des DGB.[18] Seit dem 14. Dezember gibt der DGB das Online-Magazin Gegenblende heraus. Gegenblende ist der Nachfolger des DGB Debattenblog „Diskurs“.

Daneben wurde unter anderem die gewerkschaftseigene Wochenzeitung Welt der Arbeit herausgegeben, die bereits 1988 eingestellt werden musste. Neben einer naturgemäß zu geringen Auflagenhöhe bei allen Zeitungen im Gewerkschaftsbesitz hatten diese Anfang der 1950er Jahre das einmalige Angebot ausgeschlagen, die renommierte Tageszeitung Die Welt für 400.000 DM der britischen Besatzungsmacht abzukaufen – der Zuschlag ging daraufhin an den Axel Springer Verlag.[19]

Die IG-Metaller bilden die größte Gruppe der DGB-Jugend

Der DGB gibt u. a. den Newsletter einblick heraus.

Weitere Aktivitäten

Literatur

Standardpublikationen zum DGB:

  • Quellen zur Geschichte der deutschen Gewerkschaftsbewegung im 20. Jahrhundert. Köln 1985 ff.
  • Hans-Otto Hemmer, Kurt-Thomas Schmitz (Hrsg.): Geschichte der Gewerkschaften in der Bundesrepublik Deutschland. Von den Anfängen bis heute. Bund-Verlag, Köln 1990.
  • Michael Schneider: Kleine Geschichte der Gewerkschaften. Ihre Entwicklung in Deutschland von den Anfängen bis heute. Bonn 2000.
  • Klaus Schönhoven: Die deutschen Gewerkschaften. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1987.
  • Theo Pirker: Die blinde Macht. Die Gewerkschaftsbewegung in Westdeutschland. Zwei Bände. Berlin 1960

Aktuelle wissenschaftliche Publikationen (alphabetisch):

  • Ulrich Borsdorf, Karl Lauschke: Hans Böckler. Zwei Bände. Klartext, Essen 2005.
  • Severin Cramm: Im Zeichen der Europäischen Integration. Der DGB und die EGKS Verhandlungen 1950/51, in: Arbeit – Bewegung – Geschichte. Zeitschrift für historische Studien, Heft II/2016.
  • Frank Deppe: Gewerkschaften in der Großen Transformation. Von den 1970er Jahren bis heute. Eine Einführung, Köln 2011.
  • Dieter Dowe et al. (Hrsg.): Der Deutsche Gewerkschaftsbund 1969-1975. Verlag J.H.W. Dietz, Bonn 2013.
  • Sascha Kristin Futh: Der DGB entdeckt die Kampagne. Der Kampf um den arbeitsfreien Samstag, in: Arbeit – Bewegung – Geschichte. Zeitschrift für historische Studien, Heft II/2016.
  • Jan Hansen: Schaffen Raketen Arbeitsplätze? Der Streit um die Nachrüstung und die Rüstungskonversion in den Gewerkschaften (um 1979 bis 1983), in: Arbeit – Bewegung – Geschichte. Zeitschrift für historische Studien, Heft II/2016.
  • Hans-Otto Hemmer: Nur noch ein Restposten? – 60 Jahre DGB. In: Jahrbuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung, Heft III/2009.
  • Jens Hildebrandt: Gewerkschaften im geteilten Deutschland. Die Beziehungen zwischen DGB und FDGB vom Kalten Krieg bis zur Neuen Ostpolitik 1955 bis 1969. Röhrig Universitätsverlag, St. Ingbert 2010.
  • Robert Lorenz: Gewerkschaftsdämmerung. Geschichte und Perspektiven deutscher Gewerkschaften. transcript, Bielefeld 2013.
  • Walther Müller-Jentsch: Gewerkschaften und Soziale Marktwirtschaft seit 1945. Reclam, Stuttgart 2011
  • Wolfgang Schroeder, Bernhard Weßels: Die Gewerkschaften in Politik und Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland. Ein Handbuch. Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2003.

Sonstige:

  • Juri Hälker, Claudius Vellay (Hrsg.): Union Renewal. Gewerkschaften in Erneuerung. Texte aus der internationalen Gewerkschaftsforschung. Edition der Hans-Böckler-Stiftung 2006, uni-due.de
  • Anton Pelinka: Gewerkschaften im Parteienstaat. Ein Vergleich zwischen dem Deutschen und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund (= Beiträge zur politischen Wissenschaft. Band 37). Duncker und Humblot, Berlin 1980, ISBN 3-428-04583-1.

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Deutscher Gewerkschaftsbund – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Satzung des DGB, abgerufen 29.1.18
  2. Chronologische Übersicht DGB
  3. Vgl. Sascha Kristin Futh: Der DGB entdeckt die Kampagne. Der Kampf um den arbeitsfreien Samstag, in: Arbeit – Bewegung – Geschichte. Zeitschrift für historische Studien, Heft II/2016.
  4. a b Grundsatzprogramm des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) (PDF, 312 kB), abgerufen 16. April 2018
  5. a b Aktionsprogramm des DGB 1997
  6. 18. Ordentlicher DGB-Bundeskongress – Mai 2006
  7. 19. DGB-Bundeskongress – Parlament der Arbeit, abgerufen 16. April 2018
  8. Informationen zum Parlament der Arbeit – 20. Ordentlicher Bundeskongress
  9. Dokumentation Kapitalismuskongress I 14.-15. Mai 2009 (ZIP, 4 MB), abgerufen 16. April 2018
  10. DGB – Bundesvorstand: Mitgliederzahlen der DGB-Gewerkschaften. Abgerufen am 16. Januar 2018.
  11. DGB – Bundesvorstand: DGB-Mitgliederzahlen 1950-1993. Abgerufen am 16. Januar 2018.
  12. Tagesprotokoll 23. Mai 2006 des 18. Bundeskongresses
  13. Beschlossene Anträge der 18. Bundeskongresses
  14. Anträge im Bereich „B: Gewerkschaftliche Leitorientierung“
  15. dgb.de
  16. Wahlergebnisse 20. Bundeskongress 2014 auf dgb.de, abgerufen am 14. Mai 2014
  17. Die DGB-Bezirke und ihre Untergliederungen, abgerufen 29. Januar 2018
  18. Online-Edition der Gewerkschaftlichen Monatshefte
  19. Thomas Kröter: Sperrmüll oder Gegenmacht? Subjektive Anmerkungen zu Zustand und Perspektiven der Gewerkschaftspresse (PDF; 61 kB) In: Gewerkschaftliche Monatshefte, 3/86, S. 172–180
  20. Blog Tax Justice Network Deutschland, Liste der Partner rechts am Rand